Sammlerstück

Jetzt gibt es die blaue Fünf-Euro-Münze in Berlin

Heute geht eine blaue Fünf-Euro-Münze in den Umlauf. An der Bundesbank-Filiale in Berlin steht bereits eine lange Schlange.

Siegfried Schlierbach war um 5.30 Uhr auf den Beinen und einer der ersten, die eine Münze in der Bundesbank Berlin erstanden

Siegfried Schlierbach war um 5.30 Uhr auf den Beinen und einer der ersten, die eine Münze in der Bundesbank Berlin erstanden

Foto: Steffen Pletl

Er hat sie: Siegfried Schlierbach (63) aus Dalgow-Döberitz ist einer der ersten, die die neue 5-Euro-Münze mit blauem Ring in der Hand halten. Seit 5.30 Uhr ist er auf den Beinen, hat bereits kurz nach sieben Uhr an der Bundesbank an Leibnizstraße angestanden. Insgesamt 400 Münzen befinden sich in seiner Sammlung, und da darf natürlich die Neueste nicht fehlen. Dafür war er einer der ersten in einer langen Schlange, die bereits vor Öffnung der Bank um acht Uhr auf dem Gehweg stand.

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte am Montag eine fälschungssichere Fünf-Euro-Münze vorgestellt. Ein blauer Kunststoffring um den Kern soll Fälschern das Leben schwer machen. Die erste Charge dieser zwei Millionen Fünf-Euro-Münzen geht am heutigen Donnerstag in den Umlauf.

Die Münzen „Blauer Planet Erde“ sind vor allem bei Sammlern begehrt sein - aber nicht nur. Inmitten der Schlange im strömenden Regen in Berlin wartet etwa Ursula Schuster geduldig. Eine Münz-Sammlerin ist sie nicht. Doch diese Münze hat ihr angetan, nachdem sie so viel darüber gelesen hat.

Die Münzen sind zum Nennwert von fünf Euro in den Filialen der Deutschen Bundesbank erhältlich - in Berlin zum Beispiel bei der Hauptverwaltung an der Leibnizstraße 10. Aber auch bei zahlreichen Kreditinstituten sollen die Sonderprägungen vorrätig sein, teilte das Bundesfinanzministerium mit.

Auf einer eigens eingerichteten Webseite war die Fünf-Euro-Münze in der Prägequalität Spiegelglanz bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart nicht mehr erhältlich.

Zwar ist die blaue Euro-Münze als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Ob sie aber tatsächlich im regulären Zahlungsverkehr auftaucht, ist aber noch unklar. Vom Ministerium heißt es, laut „Spiegel“, es gebe zwar Gespräche, den neuen Schutz auch bei üblicheren Geldstücken einzuführen. Entschieden ist aber noch nichts.