Paris –

Frankreich will Autohersteller Tesla ins Elsass locken

Paris.  Werden im Elsass bald Elektroautos gebaut? Frankreichs Umwelt- und Energieministerin Ségolène Royal jedenfalls hat Elon Musk, Chef des US-Elektroautoherstellers Tesla, Fessenheim persönlich als Standort für ein neues Werk vorgeschlagen. Bekannt ist der Ort vor allem wegen des gleichnamigen Atomkraftwerks, des ältesten Frankreichs.

Tesla plant, zusätzlich zu seinen Fabriken im kalifornischen Fremont und im niederländischen Tilburg zwei weitere Produktionsstätten in Europa sowie in China zu bauen. Der Konzern hatte Anfang des Monats sein neues Automodel vorgestellt, für welches binnen zehn Tagen mehr als 300.000 Vorbestellungen eingingen. Um der erwarteten hohen Nachfrage gerecht zu werden, will Tesla seine Produktion bis 2025 verzehnfachen.

Weil Musk offenbar noch zwischen Deutschland und Frankreich als Standort für ein weiteres europäisches Werk schwankt, unterbreitete Royal ihm die nach ihren Worten „naheliegende Idee“, doch nach Fessenheim ins deutsch-französische Grenzgebiet zu kommen. Bereits in den kommenden Tagen ist ein Treffen zwischen ihr und der Tesla-Chefetage geplant.

Vor Ende 2018 soll das Atomkraftwerk Royal zufolge stillgelegt sein. Wobei die Ministerin natürlich hofft, mit der Ansiedlung der Tesla-Fabrik dem Widerstand der Lokalpolitiker gegen die AKW-Schließung die Spitze zu nehmen. Derzeit ist das Atomkraftwerk Fessenheim mit 10.000 Beschäftigten noch der mit Abstand größte Arbeitgeber der gesamten Region.