Internet

Bericht: Google erwägt Gebot für Webgeschäft von Yahoo

Der Konzern Yahoo will sein Webgeschäft verkaufen. Erste Gebote werden kommende Woche erwartet. Ein neuer Bieter kommt womöglich hinzu.

Der Internetkonzern Yahoo schwächelt. Teilverkäufe sollen das ändern.

Der Internetkonzern Yahoo schwächelt. Teilverkäufe sollen das ändern.

Foto: Michael Nelson / dpa

Sunnyvale.  Google prüft nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg ein Gebot für das Kerngeschäft des kriselnden Internet-Pioniers Yahoo. Das Unternehmen war bisher nicht als möglicher Yahoo-Käufer auf dem Radar.

Fest steht offenbar bereits, dass das Telekom- und Medienunternehmen Verizon kommende Woche ein Angebot für das Webgeschäft und auch Yahoo Japan einreichen will, berichtete Bloomberg am späten Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen. Microsoft, das 2008 schon einmal versuchte, Yahoo zu übernehmen, bietet demnach diesmal nicht mit. Auch die Telekom-Konzerne AT&T und Comcast hätten sich gegen ein Gebot entschieden.

Ein Verizon-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern. Google und Yahoo waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Yahoo hatte Angebotsfrist bis 11. April gesetzt

Der Internet-Konzern Yahoo wollte ursprünglich Anfang 2016 die milliardenschwere Beteiligung an Alibaba abstoßen und den Erlös an seine Aktionäre ausschütten. Doch es blieb unklar, ob die Transaktion steuerfrei bleibt. Der Konzern plant deshalb nun eine Abspaltung des schwächelnden Internet-Kerngeschäfts, darunter die Suchmaschinen-, Mail- und Nachrichtendienste. Früheren Medienberichten zufolge hatte Yahoo eine Frist bis zum 11. April für Gebote für den Kauf seines Internet-Geschäfts gesetzt.

Angesichts der Dominanz der Rivalen Google und Facebook ist Yahoo immer weiter ins Hintertreffen geraten. Yahoo war zuletzt an der Börse etwa 34 Milliarden Dollar wert – doch den Großteil davon macht die Alibaba-Beteiligung aus. Verizon, zu dem auch AOL mit Online-Medien wie die Huffington Post gehört, bewerte das Webgeschäft von Yahoo mit weniger als acht Milliarden Dollar, berichtete Bloomberg. (dpa/rtr)