Palo Alto –

E-Auto-Hersteller Tesla kommt mit der Produktion nicht nach

Palo Alto.  Der Elektroautobauer Tesla kann mit der großen Nachfrage nach seinen Modellen nicht Schritt halten. Im ersten Quartal brachte das Unternehmen 14.820 Wagen an seine Kunden. Das ist zwar ein Plus von fast 50 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Dennoch wurde die eigene Prognose von 16.000 Stück verfehlt.

Tesla machte Engpässe bei Zulieferern von wichtigen Bauteilen verantwortlich, die die Produktion des seit Herbst ausgelieferten Elektro-SUV „Model X“ bremsten. Firmenchef Elon Musk zeigte sich aber auch selbstkritisch: Durch „Überheblichkeit“ habe man der ersten Version des Fahrzeugs zu viel neue Technologie hinzufügen wollen, die Kapazitäten überschätzt und sich letztlich übernommen. Inzwischen seien die Probleme aber behoben.

Tesla will dennoch das Absatzziel von 80.000 bis 90.000 Autos in diesem Jahr erreichen. 2015 hatte das Unternehmen 50.580 Wagen auf die Straße gebracht. Für sein neues „Model 3“ hatte der Elektroautohersteller nach eigenen Angaben binnen eineinhalb Tagen Vorbestellungen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar erhalten. 36 Stunden nach Verkaufsstart seien 253.000 der Fahrzeuge geordert worden, hatte Firmenchef Elon Musk getwittert. Er hatte einen Prototyp des „Model 3“ am Donnerstag vorgestellt, das erste Fahrzeug des Konzerns, das für den Massenmarkt gedacht ist. Der Grundpreis soll bei 35.000 Dollar liegen. Tesla geht – inklusive einiger Extras – von einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 42.000 Dollar aus.