Pannenhilfe

ADAC zieht Bilanz der Einsätze – neuer Rekord bei Hilfen

Fast vier Millionen Mal hat der ADAC deutschen Autofahrern im Jahr 2015 bei Pannen geholfen. Das geht aus der Bilanz des Clubs hervor.

Das Logo des ADAC an der Zentrale in München: Der größte deutsche Automobilclub hat seine Bilanz für 2015 vorgestellt.

Das Logo des ADAC an der Zentrale in München: Der größte deutsche Automobilclub hat seine Bilanz für 2015 vorgestellt.

Foto: Andreas Gebert / dpa

München.  Alle acht Sekunden rückten die Helfer vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) im vergangenen Jahr aus, um Autofahrern bei Pannen zu helfen: Der größte deutsche Automobilclub hat am Dienstag in München die Bilanz seiner Hilfeleistungen im Jahr 2015 vorgestellt. Die sogenannten Gelben Engel waren demnach im vergangenen Jahr bei genau 3.980.918 Pannen aktiv – eine Steigerung von einem Prozent gegenüber 2014. Am häufigsten waren die Helfer laut eigener Auskunft wegen der Pannenursache Nummer eins im Einsatz: Probleme mit Autobatterien.

Die ADAC-Luftrettung versorgte bei 54.062 Hubschrauber-Einsätzen 48.261 Patienten. Das sind im Durchschnitt 132 Patienten täglich und damit 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Einsätze stieg um rund drei Prozent. Der häufigste Einsatzgrund waren internistische Notfälle, zum Beispiel akute Herz- und Kreislauferkrankungen.

Neuer Höchstwert bei Hilfe von Urlaubern

Ebenfalls gestiegen ist laut Automobilclub auch die medizinische Versorgung: Der ADAC-Ambulanzdienst betreute rund 53.700 Reisende. Das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr und damit so viele wie noch nie. Für etwa 14.000 dieser Patienten – und damit alle 38 Minuten – musste eigens ein Rücktransport in ein Krankenhaus in Deutschland organisiert werden. Dabei gab es mit rund 4.700 Urlaubern auch einen neuen Höchstwert bei der Rückreise per Flugzeug – entweder in einer Linienmaschine (3.300 Patienten) oder mit einem ADAC-Ambulanz-Sonderflug (1.400 Patienten).

Der ADAC ist mit etwa 19 Millionen Mitgliedern Deutschlands größter Verein und der zweitgrößte Autofahrerclub der Welt. Heftige Kritik einstecken musste der Club im Jahr 2014, als der Skandal um Manipulationen bei der Autowahl „Gelber Engel“ bekannt wurden. In der Folge verordnete sich der ADAC Reformpläne mit einem „Drei-Säulen-Modell“ zur Aufteilung in den Verein, eine Aktiengesellschaft und eine gemeinnützige Stiftung unterstützt. (les)