Neue Gesetze

Das alles ändert sich für Verbraucher ab dem 1. April

KfW-Kredite, E-Zigaretten, Roaming-Gebühren: Im April treten einige neue Regelungen in Kraft. Das bietet für Konsumenten echte Chancen.

Eine Frau telefoniert am Strand. Im April werden Anrufe aus dem Ausland in die Heimat billiger.

Eine Frau telefoniert am Strand. Im April werden Anrufe aus dem Ausland in die Heimat billiger.

Foto: imago stock&people / imago/Westend61

Berlin.  Eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen treten am 1. April in Kraft. Unter anderem für Bauherren beinhaltet das eine gute Nachricht: Die KfW-Förderbank verdoppelt den Förderhöchstbetrag von 50.000 auf 100.000 Euro für Hausherren. Das ist aber noch nicht alles. Hier die wichtigsten Änderungen im Einzelnen:

• EU-weit wird schrittweise ein Netz von Verbraucherschlichtungsstellen eingerichtet. Verbraucher und Unternehmen können sich dann bei Streitigkeiten über mangelhafte Ware, schlechte Arbeit oder über den Schadenersatz vor Ort und kostengünstig an eine Schlichtungsstelle wenden.

• Die KfW-Förderbank passt ihr Programm „Energieeffizient Bauen“ an die Energieeinsparverordnung an. Neben den Standards KfW-Effizienzhaus 55 und 40 wird die Stufe „Effizienzhaus 40 Plus“ eingeführt. Sie gilt für Gebäude, die Energie erzeugen und speichern und so den verbleibenden, geringen Energiebedarf überwiegend selbst decken. Zudem verdoppelt die KfW den Förderhöchstbetrag für Bauherren von 50.000 auf 100.000 Euro.

• Die KfW baut ihre Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ aus. Eigentümer und Mieter können neben Zuschüssen dafür nun auch zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen und bei ihrer Hausbank beantragen. Förderfähig sind unter anderem: Nachrüstsysteme für Fenster, Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder Bewegungsmelder.

Roaming-Gebühren im EU-Ausland sinken

• Die Fördersätze von Windenergieanlagen an Land sinken um 1,2 Prozent und von Biomasse um 0,5 Prozent. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2014 müssen die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse quartalsweise angepasst werden.

• Elektronische Zigaretten und Shishas dürfen künftig nur noch an Erwachsene verkauft werden. Das gilt auch für den Versandhandel. Und Arbeitgeber dürfen weder Tabakwaren noch elektronische Zigaretten oder elektronische Shishas an Jugendliche weitergeben. Entsprechend sind Jugendschutzgesetz und Jugendarbeitsschutzgesetz angepasst worden. Ziel ist, junge Menschen besser vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

• Zum 30. April sinken erneut die Roaming-Gebühren im EU-Ausland. Zuzüglich zu nationalem Tarif und Mehrwertsteuer dürfen für abgehende Gespräche nur noch maximal 5 Cent/Minute, für ankommende Anrufe maximal 1 Cent/Minute, für SMS maximal 2 Cent und für ein Megabyte beim Surfen maximal 5 Cent erhoben werden. Mitte 2017 fallen die Roaming-Gebühren für die zeitweilige Nutzung des Mobiltelefons im EU-Ausland ganz weg. Anbieter haben außerdem für freien Zugang zum Internet zu sorgen.

(dpa)