Musik-Streaming

SoundCloud greift mit Abo-Dienst Spotify an

Das Berliner Start-up SoundCloud mit 175 Millionen Nutzern startet in den USA einen Abo-Musikdienst nach dem Vorbild von Spotify.

Soundcloud wird in den USA zum Abo-Service

Soundcloud wird in den USA zum Abo-Service

Foto: Ole Spata / picture alliance / dpa

Der Musikstreamingdienst SoundCloud macht Spotify, dem Internet-Radio Pandora und Apple Music Konkurrenz: Das Berliner Unternehmen startet in den USA das Abo-Angebot „SoundCloud Go“. Nutzer können werbefrei Musik der großen Labels streamen, herunterladen und offline hören, wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt. Das Angebot ist nach einer 30-tägigen kostenfreien Testphase für 9.99 Dollar pro Monat erhältlich.

Bislang bot die Plattform neben Audio-Dateien unterschiedlichster Herkunft vor allem Remixe und Songs kleinerer Labels. Nachdem die Berliner Lizenzvereinbarungen mit der Universal Music Group , Sony, Merlin , Warner und Indie-Labels geschlossen hat, steht einer Abo-Vermarktung der Plattform nichts mehr im Wege. Mit Soundcloud Go enthält der Katalog der Plattformnun eine ganze Reihe von neuen Tracks und Alben von den größten Namen in der Musik.

Soundcloud bislang mit Millionenverlusten

Zuletzt hatte das Unternehmen hohe Verluste eingefahren. Für das Jahr 2014 wurde ein Defizit von 39,141 Millionen Euro gemeldet. Das geht aus der Bilanz hervor, die das in London registrierte Unternehmen auf der Internetseite des britischen Handelsregisters Companies House veröffentlicht hat.

Bislang fehlt dem Berliner Unternehmen ein schlüssiges Geschäftsmodell. Die Haupteinnahmequelle der Plattform waren Gebühren, die Musikanbieter für besondere Dienstleistungen wie erhöhte Datenvolumina im Premium-Abo zahlten. Hinzu kamen Werbeeinnahmen aus den USA, an denen SoundCloud die Musikanbieter beteiligt.

Soundcloud hat nach eigenen Angaben 175 Millionen Nutzer. Das Unternehmen gilt als ein Juwel der Berliner Startup-Szene, immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert.