Washi

VW verhandelt mit US-Behörden über Umweltfonds

Washi. Der Autobauer VW verhandelt im Abgas-Skandal offenbar mit den US-Behörden darüber, zwei Umweltfonds einzurichten. Einer der Fördertöpfe solle zugunsten von klimafreundlichem Personenverkehr im ganzen Land aufgelegt werden, der andere zugunsten emissionsfreier Fahrzeuge im Bundesstaat Kalifornien, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Fonds könnten dem deutschen Autobauer helfen, eine milliardenschwere Zivilklage des US-Justizministeriums wegen Verstößen gegen Umweltgesetze beizulegen.

Im Januar hatte das US-Justizministerium eine Zivilklage im Auftrag des Umweltamts Epa gegen VW eingereicht, die theoretisch eine Höchststrafe von 46 Milliarden Dollar (40,7 Milliarden Euro) vorsieht. VW muss eine Lösung finden, um in den USA fast 600.000 mit Betrugsprogrammen zum Austricksen von Emissionstests ausgestattete Autos umzurüsten. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen.

In Deutschland macht sich VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh derweil für eine Digitalisierungsoffensive stark. „Um bei dieser Entwicklung ganz vorne dabei zu sein, brauchen wir sofort mindestens 250 Software-Entwickler. Eher 1000“, sagte er dieser Zeitung. Osterloh gab zu, dass die Marke VW wegen der Abgas-Affäre unter Spardruck stehe. Er bestätigte, dass der Vorstand der Marke plane, die Personalkosten um zehn Prozent zu senken. Der Betriebsrat werde aber einem pauschalen Stellenabbau nicht zustimmen. „Wir müssen den Wandel der Arbeit gestalten.“