Austin –

Berliner Gründer gewinnen begehrten Preis in den USA

Austin.  Großer Erfolg für die Berliner Gründer von Splash: Das Start-up ist in den USA mit einem begehrten Gründerpreis ausgezeichnet worden. „Wir haben die erste App entwickelt, die virtuelle Realität demokratisiert“, behauptete Mitgründer Michael Ronen auf dem Technologiefestival South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin. Splash hat eine App für das iPhone von Apple entwickelt, mit der sich einfach 360-Grad-Videos drehen lassen. Die Videos können dann in sozialen Netzwerken verschickt werden. Beim „SXSW Accelerator“ waren 48 Teams aus aller Welt in sechs Kategorien angetreten, darunter drei aus Deutschland.

Neben Splash hatten sich noch Spherie aus Hamburg und Basslet aus Berlin um den Gründerpreis beworben, die aber beide vorzeitig ausschieden. Hinter Spherie steckt der Hamburger Nicolas Chibac, der eine Drohne mit integriertem 360-Grad-Kamerasystem entwickelt hat. Basslet will Musik fühlbar machen. Dafür haben die Berliner ein Armband kreiert, das Töne und tiefe Frequenzen in Vibrationen umwandelt.

Der Gründerpreis ist mit 4000 Dollar (3586 Euro) dotiert. Wichtiger ist jedoch, dass er breite Aufmerksamkeit bei Investoren schaffen kann. Bereits 2015 hatte sich ein deutsches Team bei dem Start-up-Wettbewerb durchgesetzt: In der Kategorie Gesundheit gewann damals das Hamburger Unternehmen Sonormed, das die Applikation Tinnitracks zur Linderung von Tinitus entwickelt hat. Diese passt die Frequenz von Musik so an, dass der Dauerton im Ohr bei regelmäßigem Hören gemindert wird oder ganz verschwindet.

Das Kreativfestival SXSW, das Interactive, Musik und Film umfasst, gilt als Sprungbrett für Start-ups.