Tiernahrung

Falsche Futterproben verschickt: Fressnapf erstattet Anzeige

Fressnapf hat vor Futterproben gewarnt, die derzeit die Runde machen sollen. Das Unternehmen erstattete nun Anzeige gegen Unbekannt.

Fressnapf warnt derzeit vor Futterproben, die an Haushalte im Raum Hamburg verteilt werden. Pakete, die vom Tierhalter nicht bestellt wurden, sollen in einer Filiale abgegeben werden.

Fressnapf warnt derzeit vor Futterproben, die an Haushalte im Raum Hamburg verteilt werden. Pakete, die vom Tierhalter nicht bestellt wurden, sollen in einer Filiale abgegeben werden.

Foto: imago stock&people / imago/Rust

Hamburg.  Eine in den sozialen Netzwerken kursierende Meldung verunsichert seit einigen Tagen die Tierfreunde: Futterproben-Pakete mit dem Absender Fressnapf sollen an verschiedene Haushalte verteilt worden sein. Doch Europas größte Fachhandelskette für Heimtierbedarf steckt nicht hinter den Sendungen und distanziert sich deutlich davon. Der Verdacht, dass hier Tierhasser am Werk sein könnten, ist groß. Doch erhärtet ist er bislang nicht.

Fressnapf hat nun in Hamburg Strafanzeige erstattet, wie das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung erklärte. Darin heißt es, dass sie darauf aufmerksam gemacht wurden, „dass im Hamburger Raum im Namen von Fressnapf Sendungen mit Katzenfutter verschickt wurden“. Informationen darüber, „die auf eine Gefährdung von Mensch oder Tier schließen lassen“, gebe es bislang aber nicht. „Wir sind aktiv im Austausch mit der Polizei in Hamburg, die in diesem Fall die Ermittlungen eingeleitet hat“, teilte Fressnapf weiter mit. Personen, die ein solches Paket ungefragt erhalten haben, sollen dieses bei einem Fressnapf-Markt abgeben.

Meldung verbreitet sich wie ein Kettenbrief

Das Thema schlägt seit Tagen im Netz große Wellen. Statusmeldungen mit entsprechenden Warnungen verbreiten sich mittlerweile in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie ein Kettenbrief bahnen sich die Nachrichten ihren Weg durch das Internet, darunter auch jede Menge Mutmaßungen. Laut „Mimikama.at“ berichten Kommentatoren mittlerweile sogar von Fällen in Wien – jedoch immer nach dem Prinzip: Ich kenne jemanden, der jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt, der so ein Paket erhalten hat. Wie hoch der Wahrheitsgehalt einzustufen ist, bleibt fraglich. Fressnapf selbst teilte auf Nachfrage unserer Redaktion mit, dass ausschließlich Futterproben im Raum Hamburg aufgetaucht seien. Über mögliches Gift im Futter gibt es ebenfalls noch keine Erkenntnisse.

Das Unternehmen selbst hatte bereits am vergangenen Wochenende auf Facebook seine Kunden vor vermeintlichen Fressnapf-Futterproben gewarnt. Betroffene können sich auch direkt an die Unternehmenszentrale unter der Telefonnummer 0800-1990990 wenden.

Die Kunden reagierten laut Fressnapf auf die ergriffenen Maßnahmen bislang positiv und zeigten sich loyal gegenüber dem Unternehmen. Die Entrüstung darüber, dass Menschen offenbar einen Hass gegen Tiere haben und ihnen schaden wollen, überwiege bei den Kunden, sagte Unternehmenssprecherin Ina Skarabis unserer Redaktion. Fressnapf hoffe nun, dass es zu keinen weiteren Fällen in anderen Regionen komme und der Fall schnell aufgeklärt werde.