Herzogenaurach –

Adidas hebt nach Rekordjahr Dividende an

Herzogenaurach.  Die Erleichterung war Noch-Adidas-Chef Herbert Hainer anzumerken. Nach der Formschwäche aus dem vorletzten Jahr habe der Sportartikelhersteller das Geschäft neu aufgestellt, sagte der zum Oktober scheidende Vorstandschef bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz.

Der währungsbereinigte Umsatz und der Gewinn sollen im laufenden Jahr um zehn bis zwölf Prozent steigen, kündigte der dienstälteste Vorstandschef im Deutschen Aktienindex Dax an. Der Nike-Konkurrent hatte seine Erwartungen an das Sportjahr 2016 mit der Europameisterschaft in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen in Brasilien bereits vor einigen Wochen hochgeschraubt.

Im Fußballweltmeisterjahr 2014 hatten noch Probleme im Golfgeschäft, Fehler auf dem US-Markt und der Verfall des russischen Rubels den Gewinn einbrechen lassen.

2015 kletterte der Umsatz wegen guter Fußballgeschäfte und einer starken Nachfrage in Westeuropa und China um 16 Prozent auf ein Rekordniveau von 16,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei zehn Prozent. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stieg um zwölf Prozent auf 720 Millionen Euro. Mit 1,60 Euro je Aktie können sich die Anteilseigner für 2015 auf zehn Cent mehr Dividende freuen als im Vorjahr.

Probleme macht Adidas weiterhin die Golftochter TaylorMade, die nicht in Tritt kommen will. Zum Ende des ersten Jahresquartals will der Konzern entscheiden, wie es mit TaylorMade weitergeht.