Unternehmen

In 1000 Aral-Tankstellen gibt es bald Mini-Rewe-Märkte

Sprit tanken und den Einkauf gleich mit erledigen: Rewe und Aral wollen das anbieten. Das dürfte auch die Tankstellenbetreiber freuen.

Noch gibt es Rewe-Produkte nur in Rewe-Supermärkten. Das soll sich bald ändern.

Noch gibt es Rewe-Produkte nur in Rewe-Supermärkten. Das soll sich bald ändern.

Foto: Oliver Berg / dpa

Bochum/Köln.  Deutschlands größte Tankstellenkette Aral und die Supermarktkette Rewe schmieden eine Allianz: An bis zu 1000 blauweißen Tankstellen werden in den nächsten Jahren Shops unter dem Namen Rewe ToGo eröffnet. Dort sollen die Tankstellenkunden nicht nur Kaffee, warme Snacks und Schokoriegel kaufen können, sondern auch frische Backwaren, Fleisch, Obst, Gemüse und Konserven. Das teilten die Unternehmen mit.

Bereits vor knapp zwei Jahren hatten die Unternehmen zehn Testmärkte an Aral-Tankstellen eröffnet. Das neue Angebot habe zu deutlich höheren Umsätzen im Shopgeschäft geführt und neue Kundengruppen angelockt, berichteten die Unternehmen. Nun soll das Modell schnell ausgerollt werden, betrieben werden die Läden von Aral, Rewe übernimmt die Belieferung.

60 Prozent des Einkommens durch Shop-Verkäufe

Der Hintergrund: Für die Tankstellenbetreiber ist das Shopgeschäft inzwischen von überragender Bedeutung. Denn aus ihm stammen durchschnittlich über 60 Prozent des Einkommens der Aral-Tankstellenunternehmer. Der Verkauf von Kraftstoffen und die Autowäsche liefern dagegen nur jeweils rund 15 Prozent des Ertrages.

Noch in diesem Jahr will Aral deshalb an 50 weiteren Standorten Rewe-Shops eröffnen. Im kommenden Jahr sollen über 200 weitere Stationen umgerüstet werden. Bis 2021 könnten es dann an die 1000 sein, heißt es. Die neuen Shops sollen ein Angebot von rund 1200 Artikeln führen und nicht nur Autofahrer, sondern auch Kunden aus der Nachbarschaft ansprechen. (dpa)