Berlin/Potsdam –

Weniger Arbeitslose in Berlin und Brandenburg

Berlin/Potsdam.  Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg hat sich im vergangenen Monat verringert. In Berlin waren im Februar 193.701 Frauen und Männer arbeitssuchend gemeldet, 2082 weniger als im Januar, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,6 Prozent – nach 10,7 Prozent im Vormonat und 11,2 Prozent im Februar 2015.

In Brandenburg sank die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zu Januar um 1577 auf 120.134. Die Quote ging um 0,1 Punkte auf 9,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,8 Prozent gelegen.

Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen auf den niedrigsten Februar-Stand seit 25 Jahren – und dies trotz weltweiter wirtschaftlicher Risiken und der Flüchtlingszuwanderung. Insgesamt waren 2,91 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit gemeldet, 9000 weniger als im Januar und 106.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,6 Prozent zurück. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland damit vor Tschechien auf Platz eins: In keinem anderen EU-Land ist die Arbeitslosigkeit so niedrig.

Ungeachtet der guten Zahlen macht sich die Flüchtlingszuwanderung am deutschen Arbeitsmarkt immer stärker bemerkbar. Die Zahl der Erwerbslosen aus den typischen Asylherkunftsländern wie Syrien und dem Balkan legte laut der Bundesagentur für Arbeit binnen Jahresfrist um rund 45.300 oder fast 31 Prozent zu. „Und das wird jetzt richtig steigen“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Die BA erwartet für dieses Jahr 130.000 arbeitslose Flüchtlinge, zum Jahresende womöglich etwa 200.000.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) versuchte währenddessen, Befürchtungen vieler Bürger zu zerstreuen: „Niemand hier braucht Angst zu haben, dass er wegen der Flüchtlinge arbeitslos wird“, sagte sie in Berlin. „Durch die Flüchtlinge, das können wir beobachten, wird stattdessen mehr Arbeit geschaffen“, fügte sie hinzu.