Arbeitsmarkt

Die IG Metall fordert Lohnzuschüsse für Flüchtlinge

Bis zu 50 Prozent staatliche Lohnzuschüsse für Geflüchtete und Langzeitarbeitslose, das hat die Gewerkschaft IG Metall vorgeschlagen.

Mit einem „Integrationsjahr“ will die IG Metall Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose schneller in Arbeit bringen.

Mit einem „Integrationsjahr“ will die IG Metall Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose schneller in Arbeit bringen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Berlin.  Die Industriegewerkschaft IG Metall will die Integration von Flüchtlingen und Langzeiterwerbslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben. Der Vorschlag: Ein betriebliches „Integrationsjahr“, das von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördert werden und auf bereits vorhandene Programme aufsetzen soll. Im Gespräch sind staatliche Lohnzuschüsse von bis zu 50 Prozent im ersten Betriebsjahr.

Wie der Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, am Donnerstag in Berlin erläuterte, soll jede Spaltung des Arbeitsmarktes vermieden werden. „Wir wollen keine Lohnkonkurrenz zu anderen Arbeitsuchenden“, sagte Hofmann. Daher sollten tarifliche Entgelte gezahlt werden. Das Modell soll neben einem Arbeitsplatz auch Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge umfassen. Qualifizierung und Job könnten „betriebsnah kombiniert“ werden. Das größte Potenzial dafür sieht Hofmann beim Handwerk.

380.000 erwerbsfähige Flüchtlinge im vergangenen Jahr

Angesichts von 43 Millionen Beschäftigten in Deutschland, 2,1 Millionen offenen Stellen und etwa 380.000 erwerbsfähigen Flüchtlingen aus dem vorigen Jahr „sprechen wir von Zahlen, die der Arbeitsmarkt sehr wohl verarbeiten kann – gute Qualifizierung vorausgesetzt“, so Hofmann. (dpa)