San Francisco –

Erfolgsverwöhnter Apple-Konzern schwächelt 2016

San Francisco.  Apples Rekordjagd stößt an Grenzen: Im laufenden Quartal muss der US-Technologieriese erstmals seit 13 Jahren einen Umsatzrückgang hinnehmen, wie das Management ankündigte. Vor allem die Konjunkturabkühlung in China drückt auf die Geschäfte mit dem Kassenschlager iPhone. Dessen Absatz dürfte ebenfalls deutlich zurückgehen. Bisher nicht in Sicht ist ein Produkt, das dem erfolgsverwöhnten Konzern aus Kalifornien zu alter Wachstumsstärke verhelfen könnte.

Für die laufenden drei Monate erwartet Apple einen Umsatz von 50 bis 53 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 58 Milliarden Dollar. Die Zahl der iPhone-Verkäufe soll von gut 61 auf 50 bis 52 Millionen sinken. Es wäre der erste Rückgang seit Markteinführung des Geräts 2007.

Apple hatte das iPhone 2015 nur erneuert und nicht wie 2014 ein völlig neues Gerät vorgestellt. Experten zufolge könnte das iPhone 7, das in diesem Jahr auf den Markt kommen dürfte, wasserdicht sein und über kabellose Kopfhörer verfügen. Die Apple-Uhr, zu der das Unternehmen keine Zahlen vorlegte, scheint bisher keine ähnlichen Erfolge vorweisen zu können wie das Smartphone. Und zu dem Auto, an dem der Konzern angeblich arbeitet, liegen keine offiziellen Pläne vor. Im abgelaufenen Quartal verkaufte Apple 74,8 Millionen iPhones weltweit, ein Miniplus von 0,4 Prozent. Umsatz und Gewinn des Konzerns stiegen zwar um je knapp zwei Prozent auf Rekordmarken von 75,87 Milliarden Dollar und 18,36 Milliarden Dollar. Erwartet worden war mehr.