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iPhones verhelfen Apple zu Rekordgewinn – aber nur knapp

Apple hat wieder einen Rekordgewinn vermeldet. Erfolgsgarant bleibt das iPhone. Doch in diesem Jahr erwartet Apple einen Rückschlag.

Die iPhones der neuesten Generation machen Apple große Freude.

Die iPhones der neuesten Generation machen Apple große Freude.

Foto: DAMIR SAGOLJ / REUTERS

Cupertino.  Der Apple-Konzern hat im vergangenen Quartal einen neuen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden Dollar erzielt. Das teilte das US-Unternehmen am Freitagabend in Cupertino mit.

Den Ausschlag für das Ergebnis gab der Verkauf von knapp 76,8 Millionen iPhones, hieß es. Das war allerdings gerade einmal ein Absatzplus von 0,4 Prozent im Jahresvergleich. Vor einem Jahr hatte Apple 18,02 Milliarden Dollar verdient.

Der Quartalsumsatz legte um 1,7 Prozent auf 75,87 Milliarden Dollar zu, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Das Weihnachtsgeschäft mit neuen iPhone-Modellen ist traditionell das wichtigste Quartal für Apple.

Steht der erste Umsatzrückgang seit zehn Jahren an?

Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Erlösprognose wurde auf 50 bis 53 Milliarden Dollar festgesetzt. Vor einem Jahr machte Apple in dem Quartal bis Ende März noch 58 Milliarden Dollar Umsatz. Die Anleger hatten sich bereits darauf eingestellt: Die Aktie notierte nachbörslich kaum verändert. Die 18,4 Milliarden Dollar Quartalsgewinn sind immerhin ein neuer historischer Bestwert.

Apple verwies auf die schwache Konjunktur in mehreren Regionen und massiven Gegenwind durch den starken Dollar, der Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung für die Bilanz niedriger aussehen lässt. Konzernchef Tim Cook sprach von „extremen Bedingungen, wie wir sie noch nie erlebt haben“. Ohne die negativen Effekte hätte es ein Umsatzplus von acht Prozent gegeben.

Das iPad Pro bringt keinen Umschwung auf dem Tablet-Markt

Ein befürchteter Einbruch in China angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in dem Riesenmarkt blieb dagegen aus. Apple macht in China nach wie vor rund ein Viertel seines Geschäfts.

Das größere iPad Pro konnte in seinem ersten Quartal keine Wende für das schon länger schrumpfende Tablet-Geschäft von Apple bringen. Der iPad-Absatz sank im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Millionen Geräte. Der Einfluss des teureren iPad Pro zeigte sich allenfalls im Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises um sechs Dollar auf 439 Dollar.

Die Verkäufe der Mac-Computer sanken im Jahresvergleich um vier Prozent auf 5,3 Millionen Geräte. Apple war in den vergangenen Quartalen im schwachen PC-Markt gegen den Trend gewachsen. (dpa)