Berlin –

Deutschland europaweit mit zweithöchster Erwerbstätigkeit

Berlin.  Der deutsche Arbeitsmarkt ist vergleichsweise robust. Deutschland hat 2014 europaweit mit 78 Prozent die zweithöchste Erwerbstätigkeitsquote unter den 20- bis 64-Jährigen aufgewiesen. Übertroffen wird die Bundesrepublik nur von Schweden mit einer Quote von 80 Prozent. Dies hat eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2014 ergeben. Im Durchschnitt liegt die Erwerbstätigkeit in den 28 Mitgliedsländern der Europäischen Union bei 69 Prozent. Die geringste Erwerbstätigkeit weist Griechenland mit 53,3 Prozent auf, gefolgt von Spanien mit 59,9 Prozent.

Deutschland hat dabei in den vergangen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. So lag die Quote im Jahr 2005 lediglich bei 69 Prozent und hat sich seither stetig erhöht. Vor allem die Erwerbstätigkeit von Frauen, die von 63 Prozent im Jahr 2005 auf 73 Prozent im Jahr 2014 gestiegen ist, habe zu der guten Positionierung im Ländervergleich beigetragen, schreiben die Statistiker. Auch hier wird Deutschland nur von Schweden mit 77,6 Prozent übertrumpft. In Griechenland liegt die Frauenerwerbstätigkeit mit 44,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Italien mit 50,3 Prozent. Im EU-Schnitt stieg die Beschäftigung von Frauen von 2005 bis 2014 von 60 auf 63 Prozent.

Jüngere Menschen im Alter zwischen 20 und 24 Jahren waren 2014 in Deutschland mit 64 Prozent ebenfalls deutlich häufiger erwerbstätig als im EU-Durchschnitt, der laut Bundesamt bei 48 Prozent lag. Auch die älteren Deutschen zwischen 60 und 64 Jahren sind mit 53 Prozent deutlich häufiger erwerbstätig als im europaweiten Schnitt von nur 37 Prozent.