Paris –

Ölmarkt „ertrinkt“ laut Energie-Agentur in Überangebot

Paris.  An den weltweiten Rohölmärkten ist laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) vorerst kein Ende des Überangebots in Sicht. Das Ungleichgewicht dürfte noch mindestens bis weit ins laufende Jahr hinein anhalten, erklärte die IEA. Grund seien das weltweit ungewöhnlich milde Winterwetter sowie die steigende Ölproduktion. Die Märkte müssten sich auf das dritte Jahr in Folge gefasst machen, in dem das Angebot die Nachfrage deutlich übersteige. Die Ölpreise befinden sich seit Monaten auf Talfahrt, Brent-Öl ist mit einem Preis von unter 30 Dollar je Barrel derzeit so billig wie seit 2003 nicht mehr.

Der Absturz der Ölpreise drückt die Inflation in Deutschland auf das Niveau des Jahres 2009. Sie betrug 2015 lediglich 0,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Hauptgrund für den schwachen Preisauftrieb war der Absturz der Rohölpreise, der Tanken und Heizen deutlich billiger machte.

Dies entlastet die privaten Haushalte und verschafft Verbrauchern Freiräume für mehr Konsum. Energie war im vergangenen Jahr 7,0 Prozent günstiger als 2014. Heizöl konnten Verbraucher um gut 23 Prozent günstiger kaufen als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe verbilligten sich um zehn Prozent. Würde der Preisverfall von Energie nicht berücksichtigt, ergäbe sich eine deutlich höhere Inflationsrate von 1,1 Prozent.