Gericht entscheidet über häusliche Arbeitszimmer

Für Millionen Steuerzahler in Deutschland steht ein wichtiges Urteil des Bundesfinanzhofs bevor: Ende Januar wird das höchste deutsche Steuergericht voraussichtlich eine Entscheidung des Großen Senats zur steuerlichen Behandlung eines häuslichen Arbeitszimmers bekannt geben. Dabei geht es um die Frage, ob die Kosten für das Arbeitszimmer in der Wohnung oder im Haus auch dann anteilig von der Steuer abgesetzt werden können, wenn der Raum nur teilweise für berufliche Zwecke genutzt wird (Az GrS 1/14).

Bislang ist die ausschließliche berufliche Nutzung Voraussetzung dafür, dass die Kosten für das Zimmer – so die anteilige Miete oder die Finanzierungskosten für den Immobilienkredit – steuerlich geltend gemacht werden können. Wer nicht nachweisen kann, dass er sein Arbeitszimmer nahezu ausschließlich dienstlich nutzt, geht hingegen meist leer aus. Dies könnte sich durch das neue Urteil ändern. Der Kläger in dem Fall hatte sich in seinem Einfamilienhaus ein Arbeitszimmer eingerichtet, in dem er sich auch um die Verwaltung seiner vermieteten Mehrfamilienhäuser kümmerte. Die Kosten für das Arbeitszimmer machte der Mann in seiner Steuererklärung geltend, scheiterte damit aber beim Finanzamt.