Konsumklima

Verbraucher blicken laut GfK zuversichtlich ins neue Jahr

Die Deutschen sorgen sich weniger um ihre Jobs, die Löhne steigen – und damit auch die Konsumbereitschaft. Das prognostiziert die Gfk.

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Berlin.  Die Stimmung der deutschen Verbraucher steigt erstmals seit längerer Zeit wieder. Nach einer etwas verhaltenen Konsumlaune im Herbst zeichne sich zum Jahresbeginn 2016 wieder eine bessere Verbraucherstimmung ab, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer am Dienstag veröffentlichten Konsumklimastudie berichtet. Die Konsumforscher prognostizieren einen Anstieg ihres Konsumklima-Barometers um 0,1 auf 9,4 Punkte. Das Barometer war zuvor vier Monate in Folge gefallen.

Die zuletzt gestiegene Terrorgefahr nach den Anschlägen in Paris sowie der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen scheinen die Verbraucher nicht nennenswert zu beeindrucken, kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl die Zahlen der monatlichen Umfrage unter 2000 Bürgern.

Vielmehr rückten wieder die verbesserten Wirtschaftsaussichten in den Blickpunkt. Hinzu komme die günstige Preisentwicklung. Insbesondere der niedrige Ölpreis drücke die Verbraucherpreise. Da Konjunkturforscher auch von einer weiter wachsenden Beschäftigung im Jahr 2016 ausgehen, dürfte die Sorge vor einem Jobverlust niedrig bleiben.

Arbeitnehmer rechnen mit steigendem Einkommen

Diese rechnen auch mit steigenden Einkommen. „Zum einen zeigt sich der Arbeitsmarkt überaus robust, so dass die Beschäftigten kaum die Befürchtung haben müssen, ihren Job und somit einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens zu verlieren“, erklärte Bürkl. Zum anderen stütze die gute Lohnentwicklung. „Hinzu kommt, dass die Energiepreise, wie Benzin und Heizöl, zuletzt spürbar gesunken sind“, betonte Bürkl. Dies sorge für eine überaus geringe Inflation und damit auch für deutliche reale Einkommenszuwächse. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibt deshalb groß. „Ein stabiler Arbeitsmarkt sowie die Aussicht auf weiter steigende Einkommen in den kommenden Monaten sorgen für Planungssicherheit“, sagte der Gfk-Experte. (rtr/dpa)