Essen/Berlin –

Bieterschlacht um Braunkohlegeschäft von Vattenfall

Essen/Berlin.  Der tschechische Energiekonzern CEZ hat Vattenfall ein Kaufangebot für die Braunkohle-Sparte in Ostdeutschland gemacht. Es umfasse den Kauf der Tagebaue sowie der Braunkohle- und Wasserkraftwerke, meldete CEZ am Montag in Prag. Vattenfall hat Kaufinteressenten gebeten, bis Weihnachten ein unverbindliches Angebot vorzulegen. Seit Herbst 2014 ist bekannt, dass der Konzern seine Braunkohlesparte mit Standorten in Brandenburg und Sachsen und rund 8000 Mitarbeitern abstoßen will.

Neben den beiden tschechischen Energiekonzernen Vrsanska Uhelna und CEZ hat auch die Essener Steag ein Kaufangebot abgegeben, wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ von mit dem Verkaufsverfahren vertrauten Personen erfuhr. Demnach hat die Steag, die einem Stadtwerke-Konsortium aus dem Ruhrgebiet gehört, die vom Vattenfall-Konzern gesetzte Frist bis Weihnachten für ein erstes Angebot eingehalten. Es sei unverbindlich und an belastbare politische Rahmenbedingungen für die künftige Braunkohleverstromung in Ostdeutschland gebunden, hieß es. Nach WAZ-Informationen liegt der gebotene Kaufpreis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Vattenfall will die Angebote bis Ende Januar überprüft haben. Der schwedische Staatskonzern selbst äußerte sich zum Stand des Verkaufsprozesses nicht. Bekannt ist, dass ein Käufer bis zum nächsten Sommer feststehen soll. Wie viele Interessenten es tatsächlich gibt, ist unklar.