Briefmarken

Deutsche Post: Ein Brief kostet ab 1. Januar 70 Cent

Die Deutsche Post erhöht das Briefporto so deutlich wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Ab 1. Januar kostet ein Standardbrief 70 Cent.

Die Bundesnetzagentur hat der Post die Porto-Erhöhungen genehmigt. Die neuen Preise gelten ab 1. Januar, die neuen Marken gibt es jetzt schon.

Die Bundesnetzagentur hat der Post die Porto-Erhöhungen genehmigt. Die neuen Preise gelten ab 1. Januar, die neuen Marken gibt es jetzt schon.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Bonn.  Höheres Porto, neue Briefmarken: Daran müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr wieder gewöhnen. Die Bundesnetzagentur gab am Freitag nach Angaben der Post wie erwartet endgültig grünes Licht für den Antrag des Unternehmens auf Preiserhöhungen. Danach steigen unter anderem das Briefporto für den Standardbrief (bis 20 Gramm) von 62 Cent auf 70 Cent und der Maxibrief (bis 1000 Gramm) von 2,40 auf 2,60 Euro. So deutlich stiegen die Preise seit 30 Jahren nicht.

Ein Einschreiben innerhalb Deutschlands und ins Ausland wird künftig 2,50 Euro kosten, statt der bisherigen 2,15 Euro. Für den internationalen Standardbrief und Postkarten ins Ausland werden künftig 90 statt bisher 80 Cent fällig, der Preis für den Großbrief bis 500 Gramm ins Ausland erhöht sich auf 3,70 von 3,45 Euro. Die neuen Briefmarken sowie Ergänzungsmarken sind bereits seit Donnerstag in allen Postfilialen oder auch online erhältlich.

Post verpflichtet sich, bis 2018 die Preise nicht weiter zu erhöhen

Zugleich herrscht damit aber für drei Jahre Ruhe an der Preisfront. Die Post, die sich als Marktführer alle Preise im lizenzierten Briefbereich (bis 1000 Gramm) von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen muss, verpflichtete sich, das Porto für alle Briefprodukte bis einschließlich 2018 stabil zu halten.

Hintergrund der Portoerhöhungen waren gesetzliche Änderungen bei den regulierten Entgelten vom Frühjahr dieses Jahres. Durch den erhöhten Spielraum will die oberste Aufsichtsbehörde dem Branchenführer mehr Möglichkeiten geben, um auf „die Herausforderungen der digitalen Konkurrenz“ (E-Mail, SMS, Whatsapp) reagieren zu können. (dpa)