Wolfsburg –

VW verordnet deutschen Werken längere Ferien

Wolfsburg. Mitten in der Abgasaffäre schickt der Volkswagen-Konzern seine Mitarbeiter in den deutschen Werken in verlängerte Werksferien. Die Produktion wird dort zwischen dem 17. Dezember und dem 11. Januar 2016 zum Stillstand kommen. Generell sind die Werke zwischen Heiligabend und Neujahr geschlossen. Einzige Ausnahme in diesem Jahr ist aufgrund der Nachfrage und Vorbereitungen für die neue Produktgeneration der Tiguan, der im Werk Wolfsburg bis einschließlich 18. Dezember produziert werden wird.

In Südkorea muss der Konzern unterdessen wegen des Vorwurfs manipulierter Abgaswerte mehr als 125.000 Autos in die Werkstätten rufen. Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi belegte das Umweltministerium in Seoul den deutschen Autobauer zudem mit einer Geldstrafe von 14,1 Milliarden Won (11,6 Millionen Euro). Die Tests hätten ergeben, dass VW die Abgaswerte bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren geschönt habe. Volkswagen Korea muss demnach bis zum 6. Januar einen konkreten Rückrufplan für 125.522 Dieselfahrzeuge vorlegen.

In den USA hat die kalifornische Umweltbehörde Carb Volkswagen, Audi und Porsche eine Frist von 45 Geschäftstagen gesetzt. In diesem Zeitraum müsse ein Rückrufplan für die betroffenen Fahrzeuge mit 3,0-Liter-Dieselmotoren eingereicht werden.

Volkswagen hatte eingeräumt, mithilfe einer Software Abgastests manipuliert zu haben. Für den Umbau der weltweit bis zu elf Millionen betroffenen EA-189-Motoren hat VW 6,7 Milliarden Euro zurückgelegt.