Lufthansa

Flugbegleiter bestreiken am Samstag Europa- und Inlandsflüge

Die Arbeitsniederlegung der Flugbegleiter geht in den zweiten Tag. Am Samstag fallen rund 520 Flüge in Frankfurt und Düsseldorf aus.

Die Gewerkschaft Ufo bestreikt die Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf.

Die Gewerkschaft Ufo bestreikt die Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf.

Foto: Boris Roessler / dpa

Frankfurt/Düsseldorf.  Der Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa geht an diesem Samstag weiter. Erneut will die Gewerkschaft Ufo die Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf bestreiken. Zum Auftakt des Arbeitskampfes am Freitag waren rund 290 Flüge ausgefallen. 1600 Passagiere haben die Nacht unfreiwillig in Frankfurt verbracht. Die Lufthansa hatte für sie Hotelzimmer gebucht.

Anders als am Vortag will die Gewerkschaft am Samstag vom Drehkreuz Frankfurt die Langstreckenflieger abheben lassen. Ausfälle sind nur im Europa-Verkehr zu befürchten. 520 Kurz- und Mittelstreckenflüge wurden nach Unternehmensangaben gestrichen.

Lange Schlangen an Umbuchungsschaltern

Hunderte Reisende haben am Samstagmorgen in Frankfurt versucht, trotz Streiks einen Flug zu bekommen. An den Lufthansa-Umbuchungsschaltern bildeten sich lange Schlangen von Menschen, deren Flüge zu deutschen oder europäischen Zielen annulliert waren. Die meisten waren über den Streik informiert und hofften, mit einer anderen Fluggesellschaft oder per Bahn an ihr Ziel zu kommen. Der Check-In für Überseeflüge lief reibungslos.

Sonntag sollen keine Streiks stattfinden

In Düsseldorf ist hingegen auch der einzige Überseeflug nach New York streikbedingt abgesagt. Am Sonntag sollen laut Ufo keine Streiks stattfinden. Der Flughafen München bleibt bis einschließlich Sonntag verschont.

Lufthansa und die Flughafengesellschaft Fraport hatten sich vorbereitet, in der Nacht zum Samstag in Frankfurt gestrandete Transitpassagiere zu betreuen. Sofern sie ein Visum für den Schengen-Raum besitzen, sollten sie in Hotels untergebracht werden. Ohne Einreisegenehmigung müssten sie im Terminal übernachten, wo vorsorglich Feldbetten aufgestellt worden sind. Der Streik soll noch bis Freitag kommender Woche (13. November) fortgesetzt werden. (dpa)