Rücktritt

Commerzbank-Chef Martin Blessing hört auf

Überraschend hat der Vorstandschef der Commerzbank, Martin Blessing, seinen Rücktritt angekündigt. Er gibt den Posten in einem Jahr auf.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, will im Jahr 2016 seinen Posten räumen.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, will im Jahr 2016 seinen Posten räumen.

Foto: Arne Dedert / dpa

Frankfurt/Main.  Commerzbank-Vorstandschef Martin Blessing hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der 52-Jährige habe am Sonntag bekundet, dass er seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag zwar erfüllen, aber nicht verlängern wolle, teilte die zweitgrößte deutsche Bank mit.

„Ich habe mich über das Angebot einer Vertragsverlängerung und das mir dadurch entgegengebrachte Vertrauen sehr gefreut“, erklärte Blessing. „Trotzdem habe ich mich nach langem und intensivem Nachdenken entschieden, das Angebot nicht anzunehmen.“ Die Entscheidung sei ihm schwergefallen. „Denn die Bank und meine Kollegen sind mir ans Herz gewachsen.“

Aufsichtsrat bedauert Entscheidung

Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller hatte Blessing Finanzkreisen zufolge bereits im Sommer einen neuen Vertrag angeboten.

Er habe Blessings Entscheidung „mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, aber seinen Respekt für diese Entscheidung und seine hohe Wertschätzung für die erfolgreiche Arbeit von Martin Blessing bekundet“, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag.

Blessing führt die Commerzbank seit Mai 2008. In seine Amtszeit fällt die Übernahme der Dresdner Bank mitten in der Finanzkrise, nach der sein Institut milliardenschwere Staatshilfen brauchte. Inzwischen hat die Commerzbank aber den größten Teil davon zurückgezahlt. (dpa)