Luftfahrt

Airbus überrascht mit deutlichem Gewinnanstieg

Airbus im Aufwind. Der Flugzeughersteller hat seine Bilanz für das dritte Quartal vorgelegt – und überrascht mit guten Zahlen.

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus kann einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnen.

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus kann einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnen.

Foto: Etienne Laurent / dpa

München/Hefei.  Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat seinen Gewinn im dritten Quartal kräftig gesteigert. Einmaleffekten ausgeklammert, wuchs das Ergebnis binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 921 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 786 Millionen Euro gerechnet. Auch beim Umsatz übertraf Airbus mit einem Anstieg um sechs Prozent auf 14 Milliarden Euro die Erwartungen.

„Wir sind auf Kurs, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen“, sagte Konzernchef Tom Enders. Umsatz, Gewinn und Dividende sollen zulegen. „Der stabile Zivilflugzeugmarkt, unser solider Auftragsbestand und unsere leistungsfähige Lieferkette erlauben es uns, die Produktionsrate von Single-Aisle-Flugzeugen Mitte 2019 auf 60 Maschinen pro Monat zu erhöhen“, sagte Enders weiter. Single-Aisle-Maschinen sind besonders schmale Jets mit nur einem Gang für die Passagiere.

Großauftrag aus China in Aussicht

Hinzu soll nun auch noch eine Großorder aus China kommen. Der europäische Luftfahrtkonzern kann auf einen milliardenschweren Hubschrauber-Auftrag hoffen. Am Rande eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Volksrepublik wurde am Freitag in der Provinzstadt Hefei eine Absichtserklärung über die Bestellung von 100 Helikoptern des Typs H135 im Volumen von einer Milliarde Euro unterzeichnet. Ein verbindlicher Vertrag solle binnen der kommenden sechs Monate unterzeichnet werden, sagte ein Airbus-Manager.

Bereits am Vortag hatte Airbus Verträge über die Lieferung von 30 Flugzeugen des Typs A330 und 100 Flugzeugen des Typs A320 unterschrieben. Allein diese beiden Abkommen haben nach offiziellen Angaben ein Volumen von 15,4 Milliarden Euro. Insgesamt waren es am Donnerstag Verträge im Wert von 18,6 Milliarden Euro.