Abgas-Skandal

Jetzt bekommt auch die Polizei ein VW-Problem

Der VW-Skandal erreicht die Polizei: Tausende Streifenwagen müssen in die Werkstätten. Zwei Bundesländer trifft es besonders hart.

Nach dem VW-Abgas-Skandal müssen in Mecklenburg-Vorpommern 470 Polizeifahrzeuge überprüft werden. Auch andere Bundesländer sind betroffen.

Nach dem VW-Abgas-Skandal müssen in Mecklenburg-Vorpommern 470 Polizeifahrzeuge überprüft werden. Auch andere Bundesländer sind betroffen.

Foto: Jens Büttner / dpa

Hannover/Wolfsburg.  Der Fuhrpark der Polizei in der VW-Heimat Niedersachsen ist im Abgas-Skandal massiv von Rückrufen betroffen. Etwa 1000 Streifen- und Zivilwagen der Pkw-Kernmarke VW sowie bis zu 100 Audis, Skodas und Seats müssten für Nachbesserungen zur Werkstatt, berichtete die Zentrale Polizeidirektion (ZPD) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach ist in absoluten Zahlen nur Nordrhein-Westfalens Polizei noch stärker betroffen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland trifft der 2016 startende Rückruf 2100 Wagen. In Baden-Württemberg sind es 989.

In Niedersachen ist jeder vierte Wagen betroffen

In Niedersachsen wird jeder vierte Polizeiwagen zurückgerufen. Zu der Flotte zählen auch Motorräder, Laster und Busse. ZPD-Sprecher Karsten Wolff kann aber beruhigen: Trotz der Dimension des im Januar startenden Rückrufes blieben die Ordnungshüter einsatzbereit. „Unter Mitnutzung der sechs landeseigenen Polizeiwerkstätten sind wir in der Lage, alle betroffenen Fahrzeuge flexibel und der landesweiten Einsatzlage angepasst in die Werkstätten zu schicken“, sagte er.

Der zwölf Marken zählende VW-Konzern stelle - inklusive Benziner - gut zwei Drittel des Polizeifuhrparks. Dahinter folgt laut Wolff Mercedes mit zehn Prozent, es schließen sich BMW, Opel und Ford an. Wolff zufolge kauft das Land seine Polizeiwagen meist nach Ausschreibungen.