Daimler steigert Umsatz trotz weltweiter Autokrise

Trotz der weltweit schwächeren Autokonjunktur bleibt Daimler auf Wachstumskurs. Bei seinen eigenen Autoverkäufen erwartet Daimler nach wie vor ein deutliches Absatzplus. „Vor allem in China koppelte sich Daimler von der verhaltenen Marktentwicklung ab“, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Donnerstag. Daimler will auf dem wichtigen Markt nicht nur in diesem Jahr mehr als 300.000 Autos verkaufen. Bis Ende September waren es bereits 277.000 – ein Plus von 27 Prozent. „Im Grundsatz denken wir, dass wir auch 2016 wachsen können“, sagte Uebber.

Auch der Mitte September öffentlich gewordene Abgas-Skandal bei Volkswagen hat bislang keine Auswirkungen auf das Geschäft von Daimler. „Der Absatz läuft wie geplant in den letzten Wochen“, sagte Uebber. Daimler setze weiter auf den Diesel. Auch im laufenden Geschäft reißt Daimlers Erfolg nicht ab. Im dritten Quartal verkaufte der Fahrzeughersteller weltweit gut eine halbe Million Autos. Daimler macht mehr als die Hälfte seines Geschäfts mit Autos.

Im dritten Quartal steigerte der Stuttgarter Autobauer seine Umsätze um 13 Prozent auf 37,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem laufenden Geschäft stieg um knapp ein Drittel auf 3,7 Milliarden Euro. Unterm Strich nahm der Konzern mit 2,4 Milliarden Euro weniger ein als im Vorjahreszeitraum (2,8 Mrd Euro). Vor einem Jahr hatte allerdings der Verkauf der Beteiligung am Motorenbauer Rolls Royce Power Systems mit gut einer Milliarde Euro positiv zu Buche geschlagen.