Luftfahrt

Lufthansa will von Berlin aus Langstrecke fliegen

Die Lufthansa hat auf dem Flughafen Tegel den 25. Jahrestag ihrer Rückkehr an ihren Gründungsstandort Berlin gefeiert.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (l.), Lufthansa-Chef Carsten Spohr

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (l.), Lufthansa-Chef Carsten Spohr

Foto: Jürgen Stüber / BM

Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, unterstrich die tiefe Beziehung seines Unternehmens zu Berlin. Die Tochter-Airline Eurowings könnte schon bald von Berlin aus weitere internationale Destinationen auf der Langstrecke anfliegen. Zurzeit würden „die Opportunitäten dafür geprüft“. Ziele nannte er nicht.

Sicherheit nicht dem Wettbewerb opfern

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller erklärte: „In der Landung des ersten Lufthansa-Jets am 2. Oktober 1990 lag eine symbolische Bedeutung – es war, als sei die Mauer ein weiteres Mal gefallen. Auch das ist einer der Glücksmomente der Wiedervereinigung gewesen.“

Weiter lobte Müller die „Sicherheit und Qualität“ der Fluggesellschaft, die nicht dem Wettbewerb geopfert werden dürfe. „Das wird sich auszahlen in diesem sensiblen Bereich.“ Er hoffe auf ein klares Statement zum Standort Berlin.

Privatjet-Werft plant Erweiterung

Spohr wurde dazu nicht konkreter. Wie am Rande der Veranstaltung aus Unternehmenskreisen zu hören war, planen die Lufthansa Bombardier Aviation Services, eine Werft für Business- und Privatjets, eine Vergrößerung ihrer Kapazitäten bis 2018. Momentan passen bis zu sechs Jets in den Hangar des Unternehmens.

Es gab sogar einen Hashtag, um das Ereignis mit der Welt mit dem Kurznachrichtendienst Twitter zu teilen: #TXL25LH. Die Online-Chiffre sollte heißen: In Tegel (TXL) landete vor 25 Jahren (25) die erste Lufthansa-Maschine (LH) nach einer 45-jährigen teilungsbedingten Zwangspause.