Berlin

Regierung rechnet mit Wachstum von 1,8 Prozent

Berlin.  Die deutsche Wirtschaft bleibt trotz schwächelnder Weltwirtschaft auf Wachstumskurs und steuert aus Sicht der Bundesregierung auf einen Beschäftigungsrekord zu. Für das laufende Jahr korrigierte sie zwar das Konjunkturplus leicht von 1,8 auf 1,7 Prozent und ist damit etwas vorsichtiger als führende Wirtschaftsforscher. Für 2016 rechnet Schwarz-Rot aber weiter mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent sowie einer Rekordzahl von mehr als 43 Millionen Erwerbstätigen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte nach der Vorlage der Herbstprognose, die gute und robuste Vorhersage sei auch eine gute Voraussetzung dafür, die Integration von Flüchtlingen in Deutschland zu schaffen. „Dabei hilft uns die gute wirtschaftliche Entwicklung, und dabei wird es auch bleiben“, sagte der Vizekanzler.

Die Milliardenbeträge für Schulen, Kitas und Bildung als Reaktion auf die Flüchtlingszahlen wirkten wie ein Konjunkturprogramm. Dies koste zwar Geld. Viel teurer werde es aber, wenn Deutschland keine Kinder habe. „Die Investition jetzt in die Kinder der Flüchtlingsfamilien, das ist eine Investition, die dem Land viel Geld sparen wird.“

Auf die Wirtschaftsprognose habe die Entwicklung bei VW keinen Einfluss, betonte Gabriel. Die Zahl der Erwerbstätigen werde 2015 um 284.000 Personen und im nächsten Jahr um 271.000 auf das Rekordniveau von 43,3 Millionen Erwerbstätigen steigen. In Folge der „hohen Zuwanderung“ werde die Zahl der Arbeitslosen 2016 voraussichtlich um 60.000 Personen zunehmen.