Berlin

Berlins Kliniken bei Patienten aus dem Ausland gefragt

Berlin profitiert vom Gesundheitstourismus und Ärzte-Kongressen. Aktuell tagt der Weltgesundheitsgifpel im Auswärtigen Amt.

Berlin. Die sieben großen Kliniken in Berlin genießen auch auf internationaler Ebene einen guten Ruf. Das belegen Zahlen, die die Tourismuswerber von Visit Berlin jetzt vorgelegt haben. Demnach ließen sich im vergangenen Jahr rund 11.000 Gäste aus dem Ausland ambulant oder stationär in einem der Krankenhäuser behandeln. Das entspricht einem Zuwachs von rund 3,5 Prozent im Vergleich zu 2013 (10.670 Patienten).

„Berlin bietet medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Immer mehr internationale Gäste entscheiden sich für eine Behandlung in den angesehenen Kliniken unserer Stadt“, sagte Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker. In den letzten drei Jahren sei ihre Zahl um 19 Prozent gestiegen. Seit 2012 erfasst die Benchmark-Gruppe von sieben Berliner Kliniken die Zahl der ausländischen Patienten, die für eine Behandlung in die deutsche Hauptstadt reisen. Dazu zählen Charité International, das Deutsche Herzzentrum Berlin, Helios Healthcare International, die Meoclinic GmbH, Paul Gerhardt Diakonie International, die Schlosspark-Klinik sowie Vivantes International Medicine.

Um den internationalen Gesundheitstourismus in der Hauptstadt weiter zu fördern, wird Visit Berlin für die landeseigenen Unternehmen nach Auskunft Kiekers noch Ende dieses Monats in Kooperation mit Berlin Partner den „Berlin Medical Tourism Guide“ herausgeben. Die Broschüre bietet eine Übersicht von Kliniken und Ärzten, die sich auf die Bedürfnisse internationaler Patienten eingestellt haben.

Weltgesundheitsgipfel tagt im Auswärtigen Amt

Doch nicht nur der Gesundheitstourismus ist in Berlin auf dem Vormarsch. Die Hauptstadt hat sich auch erfolgreich als Standort für Wissenschafts- und Medizinkongresse etabliert. 7440 und damit zwölf Prozent der 62.000 Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2015 in Berlin entfallen auf die Branche „Medizin, Wissenschaft und Forschung“. Zu den Höhepunkten im Herbst zählt der World Health Summit, der Weltgesundheitsgipfel, der am Sonntag startete und bis Dienstag im Auswärtigen Amt stattfindet. An dem Forum nehmen rund 1300 Experten aus mehr als 80 Ländern teil, darunter Gesundheitsminister, Nobelpreisträger und Geschäftsführer internationaler Unternehmen. Zu den Themen gehören in diesem Jahr unter anderem die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und Migranten sowie der Umgang mit antibiotikaresistenten Keimen.

Weitere bedeutende Medizinkongresse in den kommenden Wochen sind der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (20. bis 23. Oktober) mit 11.000 Teilnehmern sowie der DGPPN Kongress 2015, der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (25. bis 28. November), zu dem 9000 nationale und internationale Fachbesucher erwartet werden.