Frankfurt

Lufthansa macht Billigtochter zur Chefsache

Frankfurt. Die Lufthansa baut ihre Unternehmensstruktur um und ordnet der Billigtochter Eurowings dabei eine zentrale Rolle zu. Ziel der Neuausrichtung sei ein Ergebnisbeitrag von rund 500 Millionen Euro pro Jahr aus Kosten- und Erlössynergien, teilte die Fluggesellschaft mit. Unter anderem gibt es bei der Lufthansa künftig keinen Vorstand mehr für das Passagiergeschäft. Die Billigfluglinie Eurowings soll dafür so eigenständig wie möglich entwickelt werden.

Zudem will der Konzern mit einer Führungsebene weniger auskommen und 150 der weltweit 1000 Managerpositionen streichen. Dadurch soll der jährliche Gewinn bis 2019 um eine halbe Milliarde Euro steigen. Die Verantwortung für Eurowings liege künftig im Konzernvorstand und werde von Karl Ulrich Garnadt übernommen, teilte die Fluggesellschaft mit. Der altgediente Lufthansa-Manager, der bislang das deutsche Lufthansa-Passagiergeschäft im Vorstand vertritt, startet seinen neuen Job Anfang 2016.

„Wir wollen für Eurowings die besten Wachstumsvoraussetzungen schaffen“, betonte Firmenchef Carsten Spohr. Die Neuaufstellung unterstreicht die Bedeutung von Eurowings, die künftig gegen Konkurrenten wie Ryanair und Easyjet antreten will.

Die Gewinnaussichten für dieses Jahr präzisiert Spohr: Die Belastungen durch Streiks von 150 Millionen Euro werden nun mitgerechnet. Trotz der Kosten werde man „mit Sicherheit“ einen Betriebsgewinn von mehr als 1,5 Milliarden Euro erreichen, sagte er.