Mangelnde Rentabilität

Real schließt Filiale in Wedding - und sieben weitere Märkte

Aus für acht Märkte der Warenhauskette Real. Auch in Berlin wird ein Standort geschlossen. Kündigungen wolle man vermeiden.

Die SB-Warenhauskette Real schließt wegen mangelnder Rentabilität Ende September 2016 sieben Häuser. Ein weiterer Standort in Iserlohn wird am Jahresende geschlossen. Das teilte Real am Mittwoch in Mönchengladbach mit. In Berlin trifft es die Filiale an der Weddinger Badstraße, wie das Unternehmen der Berliner Morgenpost bestätigte.

Betroffen sind insgesamt rund 650 Mitarbeiter. Der Konzern werde versuchen, freiwerdende Arbeitsplätze den Mitarbeitern der Schließungsmärkte bevorzugt anzubieten, sagte ein Sprecher. Derzeit sei jedoch unklar, für wie viele Mitarbeiter dies gelingen werde. Die Sozialplanverhandlungen sollten bald beginnen.

Auch Leipzig und NRW betroffen

Geschlossen werden die Häuser in Plettenberg (NRW), Ludwigshafen und Pirmasens (Rheinland-Pfalz), Gägelow und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), Leipzig und Berlin. Sie hätten im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 zusammen Verluste im hohen einstelligen Millionenbereich erwirtschaftet, so Real. Real wolle erfolgreiche Standorte dauerhaft sichern, aber auch chancenlose Häuser schließen, erklärte Real-Chef Didier Fleury laut Mitteilung.

Die zum Metro-Konzern gehörende Supermarktkette führt rund 300 Häuser in Deutschland mit etwa 38 000 Mitarbeitern und erreichte 2013/2014 rund 8,4 Milliarden Euro Umsatz.