GerichtsVerfahren

Bank wirft Anklägern Prozessverschleppung vor

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, muss sich bis kurz vor Weihnachten Termine für den Strafprozess in München freihalten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wollen die Richter mehrere Zeugen laden, die bislang nicht vernommen wurden. Die Richter legten deshalb neue Termine bis zum 22. Dezember fest. „Dann müssten wir es eigentlich haben“, sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll. Bislang war der letzte Prozesstag für den 13. Oktober vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft hatte aber überraschend die Vernehmung von rund 30 weiteren Zeugen beantragt, um Fitschen und vier weiteren Top-Bankern versuchten Prozessbetrug im Fall Kirch nachzuweisen. Zumindest einige davon will Noll an den nächsten Verhandlungstagen laden. Fitschens Verteidiger hatten die Vernehmung weiterer Zeugen zuvor abgelehnt und der Staatsanwaltschaft Prozessverschleppung vorgeworfen.