Berlin

Billige Energie drückt deutsche Teuerungsrate

Berlin.  Billigere Energie hält die Inflation in Deutschland niedrig. Die Verbraucherpreise stiegen im August erneut um 0,2 Prozent zum Vorjahresmonat, meldete das Statistische Bundesamt. Einen geringeren Anstieg gab es zuletzt im Februar. Die Inflation bleibt damit weit unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, die nur bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen spricht.

„Die niedrige Inflationsrate im August war maßgeblich auf weiter gesunkene Energiepreise zurückzuführen“, so die Statistiker. Fallende Weltmarktpreise für Rohöl verbilligten Heizöl um 27,6 Prozent und Kraftstoffe wie Benzin um 9,5 Prozent. Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme wurden um 6,5 Prozent günstiger, Strom um 1,0 Prozent. „Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate im August mit 1,1 Prozent deutlich höher ausgefallen.“ So verteuerten sich Nahrungsmittel um 0,8 Prozent. Mehr als ein Jahr zuvor kostete beispielsweise Gemüse noch 9,3 Prozent weniger, für Obst mussten die Verbraucher 6,6 Prozent weniger bezahlen.