Frankfurt/Main –

Sorgen um Chinas Wirtschaft lassen Rohstoffpreise sinken

Frankfurt/Main.  Die Angst vor einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft steckte den Anlegern am Dienstag wieder einmal in den Knochen. Die Preise für Rohstoffe wie Öl oder Kupfer gingen auf Talfahrt. Dax und EuroStoxx50 notierten nach deutlichen Kursverlusten an der chinesischen Börse kaum verändert. An den Märkten mache sich die Auffassung breit, dass die Party in dem Riesenreich vorbei sei, sagte David Madden vom Online-Broker IG. Viele Händler stellten sich auf eine Abkühlung der chinesischen Konjunktur ein. Der Leitindex der Shanghaier Börse rutschte um sechs Prozent ab, nachdem der Yuan gegenüber dem Dollar zeitweise erneut an Wert verloren hatte. Aus dem Handel ging die chinesische Währung allerdings fast unverändert.

Schon in der vergangenen Woche hatte der Wechselkurs des Yuan die Märkte in Aufregung versetzt. Viele Anleger sahen darin den Beweis, dass es um die Wirtschaft Chinas nicht gut bestellt ist. Die chinesische Zentralbank hatte vergangene Woche einen neuen Mechanismus zur Festlegung des Yuan-Kurses eingeführt – seither orientiert sich der Referenzkurs am Schlusskurs des Vortages. Als Folge stürzte der Yuan zeitweise auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren ab. An den internationalen Märkten schürte dies die Angst vor einem Abwertungswettlauf, der der Konjunktur weltweit zusetzen könnte. Durch den Kursverfall werden Exporte nach China teurer, chinesische Waren auf dem Weltmarkt dagegen billiger. Die chinesische Zentralbank versuchte diese Sorgen zuletzt herunterzuspielen und erklärte, sie halte einen neuerlichen Kursrutsch des Yuan für unwahrscheinlich. Der Bombenanschlag im Zentrum von Bangkok verunsicherte die Investoren am thailändischen Aktienmarkt.