Ingolstadt –

Media-Saturn: Gründer Kellerhals zieht vor Gericht

Ingolstadt.  Die Übernahme des In­stallations-, Wartungs- und Reparatur-Dienstleister RTS hat bei Media-Saturn einen Dauerkonflikt zwischen den Eigentümern des Elektrohändlers neu angefacht. Media-Markt-Gründer und Minderheitseigener Erich Kellerhals habe versucht, den RTS-Kauf per einstweiliger Verfügung zu stoppen, teilte eine Sprecherin der Media-Saturn-Holding am Sonntag auf Anfrage mit.

Kellerhals und der Handelskonzern Metro als Mehrheitseigener von Europas größter Elektronikkette liegen seit Jahren im Clinch. Den Antrag von Kellerhals habe das Landgericht Ingolstadt am Donnerstag abgelehnt, berichtete die Firmensprecherin. Sie betonte, der Vertrag über die Übernahme von RTS sei rechtskräftig unterschrieben, stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Von Kellerhals’ Investmentfirma war am Sonntag keine Stellungnahme zu erhalten. Die Vertragsunterzeichnung für den Verkauf von 90 Prozent der RTS-Anteile an die Media-Saturn-Holding hatte das Unternehmen am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben. Media-Saturn hatte den Kauf damit begründet, zur Unterscheidung vom Internethandel werde der Service der Media-Saturn immer wichtiger und das Unternehmen könne so Dienstleistungen aus einer Hand anbieten – von Planung, Installation, Inspektion, Wartung und Reparatur von Haushaltsgeräten, Smartphones oder Fernsehern bis zu Smart Homes.