Grexit-Drama

Angst vor Griechenland-Pleite lässt Dax kräftig einbrechen

Das Griechenland-Drama verschreckt die Anleger. Der deutsche Leitindex fällt um mehr als 4 Prozent. Auch der Euro gerät stärker unter Druck.

Das Scheitern der Gespräche zur Lösung der griechischen Schuldenkrise verschreckt die Aktienanleger. Der Dax ist am Montag im Sog der griechischen Schuldenkrise in der Spitze um 4,6 Prozent abgesackt. Das war zeitweise der höchste Verlust seit dreieinhalb Jahren.

Bis zuletzt hatten die meisten Anleger noch auf eine Einigung gewettet. Völlig überraschend hatte der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras am Wochenende aber ein Referendum über geforderte Reformen für den kommenden Sonntag (5.7.) angekündigt und gleichzeitig deren Ablehnung empfohlen. Damit brachte er nicht nur die Verhandlungen mit den Geldgebern über das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm zum Scheitern, sondern auch eine Lawine ins Rollen.

Die Europäische Zentralbank beschloss, die Notkredite auf dem aktuellen Stand von rund 90 Milliarden Euro einzufrieren. Griechenlands Banken sind seit Monaten darauf angewiesen. Tsipras kündigte daraufhin die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen an. Um sein Finanzsystem zu schützen, bleiben alle Banken des Landes zunächst geschlossen. Auch der Handel an der Börse in Athen wird ausgesetzt.

Euro unter Druck

Die Sorge um eine nahende Staatspleite t hatte bereits vor Handelsöffnung in Europa die Stimmung an den Märkten in Fernost gedrückt. In Japan fiel der Nikkei -Index der 225 führenden Werte am Montag um 2,88 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte ebenfalls mehr als zwei Prozent ein.

An den Märkten in Asien herrsche die Sorge, dass Griechenland nach der drohenden Pleite die Euro-Zone verlasse, sagten Analysten. So geriet auch der der Euro geriet in Fernost unter Druck und büßte fast zwei Prozent ein. Zum Dollar fiel die Gemeinschaftswährung zeitweise unter die Marke von 1,10 Dollar. Zum Yen betrug das Minus sogar mehr als drei Prozent.