Europa

Surfen über den Wolken - Behörde macht Flugmodus überflüssig

Passagiere müssen nicht mehr zwingend Smartphones und Tablets in den Flugmodus schalten. Die Flugsicherheitsbehörde lockert die Nutzung. Doch Telefonieren wird in vielen Fliegern weiter verboten sein.

Foto: Franziska Koark / dpa-tmn

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA in Köln hat ihre Vorschriften zur Handynutzung an Bord weiter gelockert. Ab sofort können Fluggesellschaften ihren Passagieren erlauben, Smartphone und Tablet während des gesamten Fluges zu nutzen, wie die EASA nun mitteilte. Die Fluggäste müssen ihre Geräte künftig nicht mehr in den Flugmodus schalten. Damit ist der Weg frei für das Surfen im Flieger - auch auf Kurzstrecken innerhalb Europas. Auf Langstrecken bieten viele Fluggesellschaften bereits WLAN-Zugänge an.

Die größte deutsche Airline, die Lufthansa, will die neuen Regelungen „so schnell wie möglich umsetzen“, wie eine Sprecherin am Sonnabend sagte. Air Berlin gibt die Nutzung hingegen nicht sofort frei. „Vielmehr ist jede Airline verpflichtet, für ihre Flugzeuge vor einer entsprechenden Nutzungsanpassung technische Prüfungen durchzuführen und die entsprechenden behördlichen Genehmigungen einzuholen“, teilte die Airline mit.

Telefonier-Verbot bleibt wohl bei vielen Airlines

Telefonieren während des Fluges wird bei vielen Airlines aber wohl weiterhin verboten sein. Es ist zwar technisch möglich, doch „die überwiegende Mehrheit der Passagiere will das nicht“, sagte die Lufthansa-Sprecherin. Auch eine Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte kürzlich ergeben, dass nur 13 Prozent der Passagiere gern während eines Flugs telefonieren. Das Flugzeug wird demnach von den meisten nach wie vor als „Rückzugsort“ angesehen.