Provision

Amazon hebt Gebühren für Händler teils drastisch an

Viele Internet-Händler sind besorgt: Die Verkaufsplattform Amazon hat die Provisionen teils um bis zu 70 Prozent erhöht. Das schmälert die ohnehin schon schmale Gewinnmarge.

Foto: Peter Endig / dpa

Die Internet-Verkaufsplattform Amazon hat die Verkaufsprovisionen um bis zu 70 Prozent erhöht. Viele Verkäufer fürchten, dass die ohnehin knappen Gewinnspannen nun weiter sinken.

Nach einer Gebührenerhöhung in den USA hat Amazon auch in Deutschland die Preise für seine Online-Händler zum Teil drastisch erhöht. Medienberichten zufolge hat das Online-Kaufhaus die Verkaufsprovisionen je nach Produktkategorie um bis zu 70 Prozent heraufgesetzt.

So mussten Händler bislang für Elektronikartikel und Digitalkameras sieben Prozent vom Verkaufspreis an die Verkaufs-Plattform abführen. Jetzt beträgt der Satz zehn Prozent. Bei Elektronikzubehör klettern die Provisionen sogar auf zwölf Prozent. Ob Händler die gestiegenen Kosten an ihre Käufer weitergeben werden, ist wegen des hohen Konkurrenzkampfes der Verkäufer nicht sicher.

Amazon dominiert in Deutschland den Online-Handel. Fast jeder vierte im deutschen Internet umgesetzte Euro wird über die Plattform des US-amerikanischen Online-Riesen abgewickelt. Die Auflagen, die das Unternehmen seinen Händlern vorschreibt, sind umstritten. So ermittelt derzeit das Bundeskartellamt gegen die so genannte Paritätsklausel bei Amazon. Der Konzern verlangt von seinen Händlern, dass sie in ihren eigenen Shops Waren zu gleichen Konditionen wie bei Amazon anbieten müssen. Juristen kritisieren die Regelung als möglichen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.