GfK-Konsumklima

Deutsche geben Geld lieber aus, als zu sparen

Die deutschen Verbraucher blicken mit mehr Zuversicht auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Das stärkt wiederum den Konsum.

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Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hellt sich weiter auf. "Die Konsumenten gehen davon aus, dass sich die Konjunktur nicht weiter abkühlen wird", teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch in Nürnberg mit.

Der entsprechende Indikator sei bei der Umfrage im Februar zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Im Sog der zuversichtlicheren Konjunkturerwartungen wuchs auch erneut die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen. Die Einkommensaussichten hingegen büßten einen Teil ihres starken Zugewinns aus dem Vormonat wieder ein.

Konsumklima im Aufwärtstrend

"Insgesamt gesehen setzt sich der Aufwärtstrend des Konsumklimas fort", betonte die GfK und prognostizierte für März einen Anstieg des Gesamtindikators um 0,1 Zähler auf 5,9 Punkte.

Die Schuldenkrise in Europa sei zuletzt kaum ein Thema in den Medien gewesen, auch die Finanzmärkte verhielten sich ruhig, erläuterte die GfK. Die Konsumenten rechneten deshalb mit einer moderaten Erholung der deutschen Wirtschaft: "Aktuell sieht es so aus, als sei ein Wendepunkt bei den Konjunkturerwartungen erreicht."

Der entsprechende Indikator nähere sich derzeit mit minus 2,5 Punkten wieder der Nulllinie und damit dem langjährigen Durchschnitt. Zu der positiven Einschätzung trage auch der robuste Arbeitsmarkt bei.

Auch teure Ware wird wieder gekauft

Die Bereitschaft zu teuren Anschaffungen stieg im Februar ebenfalls. "Da die Verbraucher nach wie vor skeptisch sind, was die Stabilität des Euro angeht, investieren sie ihre finanziellen Mittel tendenziell eher in werthaltige Anschaffungen, als es gegen historisch niedrige Zinsen auf die Bank zu tragen", schilderte die GfK.

Allerdings gingen die Einkommenserwartungen nach einem beträchtlichen Zuwachs im Vormonat auf hohem Niveau wieder leicht zurück.