Länderfinanzen

Berlin steht im Ländervergleich richtig gut da

Laut einem Bericht werden die Fehlbeträge in den Bundesländern immer kleiner. Berlin schafft es im Vergleich sogar auf Rang drei.

Die Fehlbeträge in den Bundesländern werden einem Bericht zufolge immer kleiner. Bis Ende September hätten die 16 deutschen Länder zwar insgesamt 4,2 Milliarden Euro mehr ausgegeben, als sie einnahmen, berichtete das „Handelsblatt“ am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen aus dem Finanzministerium. Damit sei das Defizit aber 3,7 Milliarden Euro kleiner ausgefallen als im Vorjahreszeitraum.

Genau die Hälfte der 16 Länder habe in den ersten neun Monaten sogar schwarze Zahlen geschrieben. Das Land Sachsen stand demnach sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zur Einwohnerzahl am besten da: Der Freistaat habe binnen neun Monaten gut 1,4 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben.

Das – gemessen an der Bevölkerungszahl – zweitbeste Ergebnis weise Mecklenburg-Vorpommern auf. Auf Rang drei folge Berlin, dann kamen Thüringen und Bayern.

Die Zahlen könnten die Debatte über den Länderfinanzausgleich weiter entfachen. Denn die vier Bundesländer auf den Spitzenplätzen kassieren laut „Handelsblatt“ zwei Drittel der gesamten 7,3 Milliarden Euro, die im Rahmen des Länderfinanzausgleichs umverteilt werden.

Vor allem Berlin steckte ohne dieses Geld tief in der Kreide. Auf der anderen Seite ist Bayern das einzige Geberland, das es den Zahlen zufolge in den ersten neun Monaten schaffte, über der Null-Linie zu bleiben. Die anderen Zahlerländer – Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen – hätten tiefrote Zahlen geschrieben.