Auszeichnung

Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Forscher Roth und Shapley

Wieder eilen sich zwei US-Amerikaner den Nobelpreis für Wirtschaft. Ihre Arbeit kann breit genutzt werden, von Organspende bis Suchmaschine.

Foto: HENRIK MONTGOMERY / AFP

Den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft teilen sich die US-Ökonomen Alvin Roth und Lloyd Shapley. Die beiden Wissenschaftler bekommen den Preis demnach für ihre Auseinandersetzung mit einem „zentralen wirtschaftlichen Problem: verschiedene Akteure auf bestmögliche Weise zusammenzubringen“, wie das zuständige Nobelpreiskomitee am Montag in Stockholm zur Begründung mitteilte.

Die Arbeiten von Roth und Shapley könnten etwa dazu genutzt werden, den besten Organ-Spender für einen Transplantationspatienten zu finden, der ein neues Organ brauche. Weitere Beispiele seien Studenten auf der Suche nach der optimalen Universität oder Suchmaschinen, die Firmen den bestmöglichen Platz für ihre Werbeanzeige im Internet zuordnen.

Unabhängig voneinander geforscht

Die beiden Forscher arbeiten unabhängig voneinander. Der 60-jährige Roth lehrt an der Harvard Business School in Massachussetts. Der 89-jährige Shapley ist emeritierter Professor der Universität von Kalifornien.

Bereits im vergangenen Jahr hatten zwei US-Forscher den Wirtschaftsnobelpreis erhalten: Thomas Sargent und Christopher Sims waren für ihre Forschung über Effekte von Wirtschaftspolitik sowie über unvorhersehbare Ereignisse auf die Volkswirtschaft ausgezeichnet worden.

Der Preis ist mit acht Millionen Kronen (rund 930.000 Euro) dotiert und wird für bahnbrechende Forschungsergebnisse und Entdeckungen vergeben. Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird seit 1969 verliehen. Er wurde von der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel gestiftet. Wie die übrigen Nobelpreise wird er am 10. Dezember, dem Todestag Nobels, übergeben.