Arbeitsniederlegung

Passagierkontrolleure streiken an mehreren Flughäfen

An fünf deutschen Flughäfen haben Beschäftigte für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Besonders betroffen war Düsseldorf und Hamburg,

Foto: DPA

Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals an fünf deutschen Flughäfen haben am Dienstag für Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Besonders stark von dem Arbeitskampf betroffen seien die Airports in Düsseldorf und Hamburg gewesen, sagte Andreas Sander, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi. Demnach sollte es bis zum Mittag Verspätungen geben.

Bestreikt wurden nach Angaben von Verdi neben Düsseldorf und Hamburg auch die Flughäfen in Frankfurt am Main, Bremen und Hannover. Die Gewerkschaft hatte rund 450 Beschäftigte der Frühschicht zu zweistündigen Ausständen aufgerufen, um in den laufenden Tarifverhandlungen Druck auszuüben. An dem Aufruf beteiligten sich unter anderem Personen- und Gepäckkontrolleure. Gestreikt wurde demnach je nach Airport zwischen 4.00 und 6.00 Uhr oder zwischen 6.00 und 8.00 Uhr.

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main gab es durch den Warnstreik nach Angaben eines Sprechers keinerlei Auswirkungen für Reisende. Es sei weder zu Verspätungen noch zu Flugausfällen gekommen, da der weitaus größte Teil des dortigen Sicherheitspersonals für ein Tochterunternehmen des Betreiberkonzerns Fraport arbeite und deswegen nicht direkt von dem Tarifstreit betroffen sei, sagte der Fraport-Sprecher.

Auf dem drittgrößten deutschen Flughafen in Düsseldorf kam es zu Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen und Flugverspätungen um bis zu 20 Minuten, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Kein Flug sei ausgefallen. Die Sprecherin machte jedoch keine Angaben dazu, wie viele Flüge von Verspätungen betroffen waren.

Im Tarifstreit zwischen Verdi und den privaten Sicherheitsdienstleistern geht es nach Angaben der Gewerkschaft um einen neuen Manteltarifvertrag für die Beschäftigten. Mit diesem soll demnach das Ausmaß an Teilzeitarbeit und der Befristung von Arbeitsverhältnissen in den Unternehmen festgelegt werden. Daneben gehe es um Arbeitszeitregelungen. Am 27. Juli wollen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu neuen Verhandlungen treffen.