VW-Affaire

Volkerts Ex-Geliebte hält sich für unschuldig

Im wohl letzen Akt der VW-Affäre steht die ehemalige Geliebte des Betriebsratschefs Volkert vor Gericht. Adriana Barros soll Scheinkosten und -rechnungen in Höhe von 350.000 Euro über VW abgerechnet haben.

Foto: dpa / dpa/DPA

Fast sieben Jahre nach Beginn der VW-Affäre um falsche Abrechnungen und Lustreisen auf Firmenkosten beschäftigt sich erneut die Justiz mit dem Skandal. Seit Dienstag muss sich die frühere Geliebten des mächtigen Ex-Betriebsratschefs Klaus Volkert vor dem Wolfsburger Amtsgericht verantworten. Ihr wird Beihilfe zur Untreue in 26 Fällen vorgeworfen.

Der einst mächtige VW-Betriebsratsvorsitzende soll seiner Geliebten VW-Aufträge in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro zugeschanzt haben. Die aus Brasilien stammende Adriana Barros habe aufgrund von Scheinrechnungen insgesamt rund 250 000 Euro einkassiert, ohne dass sie Leistungen dafür erbrachte. Laut Anklage soll die heute 47 Jahre alte Frau gewusst haben, dass sie darauf keinen Anspruch hatte.

Außerdem soll sie in 15 weiteren Fällen privat veranlasste Kosten für Flüge, Hotelaufenthalte und Sprachkurse in Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro zu Lasten von VW abgerechnet haben. Das Gericht hatte ursprünglich einen Strafbefehl gegen die Frau verhängt, dem sie widersprach.

Volkert war im Februar 2008 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht befand ihn der Beihilfe und Anstiftung zur Untreue für schuldig. In der Affäre um Lustreisen und Betrugsversuche gab es insgesamt 14 Beschuldigte. Volkert und andere Betriebsratsmitglieder hatten Privatausgaben als Spesen abgerechnet. Außerdem besuchten Betriebsräte auf VW-Kosten Bordelle.

Ex-Geliebte will vollkommene Rahabilitation

Ihr Anwalt Hans-Joachim Gerst wies die Vorwürfe zurück. Seine Mandantin möchte „vollkommene berufliche und persönliche Rehabilitation“, sagte Gerst. Anschließend berichtete die 47-Jährige, wie sie Volkert kennenlernte und wie dieser begann, ihr Aufträge auf Kosten von VW zu erteilen.

Die VW-Affäre, die im Frühsommer 2005 ans Licht gekommen war, erschütterte Europas größten Autobauer bis in die Grundfesten. Der Skandal zog schnell immer größere Kreise und beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Boulevardblätter. Es ging um Schmiergeld, falsche Spesenabrechnungen, Luxusreisen und Sexpartys auf Firmenkosten.

Die VW-Affäre, die im Frühsommer 2005 ans Licht gekommen war, erschütterte Europas größten Autobauer bis in die Grundfesten. Der Skandal zog schnell immer größere Kreise und beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Boulevardblätter. Es ging um Schmiergeld, falsche Spesenabrechnungen, Luxusreisen und Sexpartys auf Firmenkosten.

Volkert war im Februar 2008 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht befand ihn der Beihilfe und Anstiftung zur Untreue für schuldig. In der Affäre gab es insgesamt 14 Beschuldigte. Volkert und andere Betriebsratsmitglieder hatten Privatausgaben als Spesen abgerechnet. Außerdem besuchten Betriebsräte auf VW-Kosten Bordelle.