Trotz Zuschussrente

Ver.di-Chef befürchtet eine Altersarmut-Katastrophe

Die Gewerkschaft Ver.di lehnt die Zuschussrente von Arbeitsministerin Von der Leyen ab. Nur höhere Löhne könnten Altersarmut verhindern.

Ver.di-Chef Frank Bsirske hat sich gegen die Rentenpläne von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gewandt. Er finde es nicht wirklich überzeugend, Altersarmut durch die Ausweitung der Hinzuverdienstmöglichkeiten bekämpfen zu wollen, sagte Bsirske der „Passauer Neuen Presse“.

„Die Teilprivatisierung der Altersversorgung führt immer mehr in die Armut “ fügte er hinzu. „Wir steuern in eine Altersarmut-Katastrophe. Wir brauchen Mindestlöhne und höhere Lohnabschlüsse“, meinte der Gewerkschaftsvorsitzende. „Unsere Tarifforderungen für den öffentlichen Dienst sind auch ein Beitrag gegen die Altersarmut von morgen.“

Von der Leyen hatte am Donnerstag in Berlin ihren Entwurf für ein umfangreiches Gesetzespaket vorgelegt. Dazu gehört eine vom Staat finanzierte Zuschussrente , mit der die Rente von langjährigen Geringverdienern bis auf maximal 850 Euro aufgestockt werden soll. Die Ministerin plant zudem eine Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner über 63 Jahren.