Gute Konjunktur

US-Arbeitslosenanträge fallen auf Vier-Jahres-Tief

In den USA haben sich so wenige Menschen arbeitslos gemeldet wie seit 2008 nicht mehr. Doch ein großes Problem am Jobmarkt bleibt.

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Der US-Arbeitsmarkt gewinnt immer mehr an Schwung: In der zurückliegenden Woche stellten so wenige Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Die Zahl sank um 5000 auf 348.000, teilte das Arbeitsministerium mit. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2008. Analysten hatten einen leichten Anstieg erwartet.

„Das ist ein weitere Beleg dafür, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt entspannt“, sagte Ökonom Gus Faucher von PNC Financial Services. „Es wird weniger gefeuert“, sagte Tom Porcelli, US-Chefvolkswirt von RBC Capital Markets. „Aber das sagt wenig darüber aus, ob auch mehr geheuert wird .“

In den vergangenen drei Monaten wurden wegen der guten Konjunktur 734.000 neue Jobs geschaffen. Ein großes Problem bleibt aber die Langzeitarbeitslosigkeit: Von den 12,8 Millionen Erwerbslosen suchen 43 Prozent schon seit mehr als sechs Monaten erfolglos einen Job.