Wolfgang Schäuble

Länder mit Top-Rating bei Juncker-Nachfolge vorn

Bei der Nachfolge von Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sollten Staaten, die sich an die Finanzregeln hielten, belohnt werden, sagt der Bundesfinanzminister.

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Euro-Länder mit einem Top-Rating sollten nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ein größeres Sagen bei den Gesprächen über einen Nachfolger von Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker haben.

Mitgliedsstaaten, die sich an die Fiskalregeln der Euro-Zone hielten und dafür von den Ratingagenturen und Finanzmärkten belohnt würden, dürften eine bessere Chance haben, ihre Kandidaten für den Posten durchzusetzen, sagte Schäube im Interview mit der griechischen Zeitung „To Vima“. Weiter wollte er sich nicht zu der Personalie äußern.

Vier der 17 Euro-Zonen-Länder sind derzeit mit der Bestnote AAA durch Ratingagenturen bewertet. Dazu zählen Deutschland, Finnland, Luxemburg und die Niederlande. Junckers Amtszeit als Chef der Euro-Gruppe endet im Juni. Der luxemburgische Ministerpräsident will nicht wieder antreten.