Anpassungslücke

Hohe Spritpreise halbieren die Pendlerpauschale

Die Pendlerpauschale hat sich laut Bericht seit 1991 wegen des teuren Benzins halbiert. Wirtschaftsminister Philipp Rösler versteht den Ärger.

In der Diskussion über eine Anhebung der Pendlerpauschale zeigt Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler Verständnis für den Ärger vieler Autofahrer über die zurzeit hohen Spritpreise . Der „Leipziger Volkszeitung“ sagte der FDP-Chef: „Gerade in Flächenländern ist das ein Riesenthema.“

Die Regierung müsse sich „der Diskussion öffnen, wie wir denen helfen können, die unter den Kosten leiden“, sagte er – ohne allerdings konkret zu werden. Laut „Bild“ hat sich die Pauschale von aktuell 30 Cent wegen der gestiegenen Benzinpreise seit 1991 faktisch halbiert. Dies gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.

Damals habe die Pauschale für 0,4 Liter Benzin gereicht, heute seien es nur 0,2 Liter. Linke-Chef Klaus Ernst sagte dem Blatt: „Der Staat saniert sich auf Kosten der Berufspendler.“ FDP-Generalsekretär Döring hatte jüngst moniert, die derzeitige Höhe der Pauschale von 30 Cent je Kilometer sei seit 2004 nicht mehr an die Preise angepasst worden. In den vergangenen sieben Jahren seien die Preise für Benzin und öffentlichen Nahverkehr aber um etwa 25 bis 30 Prozent gestiegen. Die Entfernungspauschale verringert das zu versteuernde Einkommen.

Die Pauschale kann unabhängig von der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen abgerechnet werden. Es ist gleichgültig, ob der Weg zur Arbeit zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto zurückgelegt wird.