Steuerbetrug

Italien entdeckt eine Million "Phantom-Immobilien"

Der Kampf gegen Italiens Steuerbetrüger zeigt Erfolg. Die Entdeckung nicht angemeldeter Immobilien könnte dem Fiskus Millionen bringen.

Italiens Steuerbehörden haben im vergangenen Jahr landesweit mehr als eine Million nicht angemeldeter Immobilien gefunden. Insgesamt 1.081.698 sogenannter Phantomimmobilien seien bei einem Vergleich von Luftaufnahmen mit den Grundbüchern entdeckt worden, teilte das Finanzministerium mit.

Die Regierung rechne in diesem Zusammenhang mit Steuernachzahlungen von etwa 472 Millionen Euro. Den Angaben zufolge befindet sich ein Großteil der Immobilien in den Gegenden der Städte Neapel, Cosenza, Salerno und Reggio di Calabria im Süden des Landes.

Die Suche nach den unangemeldeten Besitztümern ist Teil einer Offensive der Regierung unter Ministerpräsident Mario Monti , die Finanzverwaltung Italiens schlagkräftiger zu gestalten und die Steuereinnahmen zu erhöhen. Das Land hatte Ende 2011 Schulden in Höhe von rund 1,9 Billionen Euro , was gut 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entsprach.